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Fast immer sind es die Nachbarstaaten von Krisenländern, die in kurzer
Zeit Hunderttausende von Flüchtlingen aufnehmen müssen – wie im
Falle Syriens: Über vier Millionen Menschen sind in die Nachbarländer
geflohen. Allein in der Türkei leben 1,8 Millionen von ihnen.
Im kleinen Libanon stellen syrische Flüchtlinge mit über einer
Million Menschen mehr als ein Viertel der Bevölkerung. In Syrien
selbst gibt es rund acht Millionen Binnenvertriebene.
Beispiel Afghanistan: Seit über 30 Jahren fliehen Menschen von
dort, sie stellen die weltweit zweitgrößte Flüchtlingsgruppe.
Aktuell gibt es laut UNHCR rund 2,6 Millionen afghanische
Flüchtlinge, von denen 95 % in Pakistan und im Iran leben. Die
drittgrößte Flüchtlingsgruppe – rund zwei Millionen Flüchtlinge
– kommt aus Somalia: Die Hälfte von ihnen lebt vertrieben
innerhalb des Landes, die andere Hälfte vor allem in Nachbarstaaten
wie Kenia: Allein im Flüchtlingslager Dadaab leben
Hunderttausende Menschen unter prekären Lebensumständen
in der Wüste, ohne Chance, jemals von dort wegzukommen.

Foto Sven Bohl

Die kommen alle nach Deutschland. Richtig ist: Nach Deutschlandkommen mal mehr, mal weniger Asylsuchende Zunächst einmal:

Die Länder, die aktuell die meisten Flüchtlinge beherbergen, heißen Türkei, Pakistan, Libanon, Iran, Äthiopien.
Die Bundesrepublik verzeichnete 2014 rund 170.000 Asylerstanträge,
im ersten Halbjahr 2015 rund 160.000, Tendenz steigend.
Das ist aber für ein Aufnahmeland wie Deutschland noch
kein Grund zur Panik. Viele Jahre lang zuvor – ab 1993 – war die
Asylantragszahl gesunken. 2007 markierten 20.000 Asylanträge
einen historischen Tiefstand, seither steigt die Zahl wieder.
Flüchtlingsbewegungen sind vor allem eine Folge von Krisen
und Kriegen. Mit längerfristigen Schwankungen ist immer zu rechnen.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei den Asylgesuchen
seit 2012 an der Spitze. Sieht man sich allerdings die
zehn Jahre zuvor an, stellt man fest, dass ein anderes Land fast
durchgängig an erster Stelle stand: Frankreich. Daneben nahm auch
Großbritannien, manchmal sogar Schweden mehr Asylanträge entgegen
als Deutschland.6 Setzt man die Zahl der Asylanträge ins Verhältnis
zur Einwohnerzahl, relativiert sich der Eindruck weiter: 2014
lagen Schweden, Ungarn, Österreich, Malta, die Schweiz und Dänemark.

Die Bundesrepublik –lag jahrelang im europäischenMittelfeld – mit 2,5 Asylanträgen auf 1.000 Einwohner/innen auf Platz sieben. Manche Länder wie Griechenland
sind in dieser Liste vermutlich nicht weit genug vorne:

Zahlreiche ankommende Schutzsuchende werden dort gar nicht
als solche registriert und deshalb nicht mitgezählt.
Keine Frage: Viele Flüchtlinge hätten gute Gründe, hierher zu
kommen. Deutschland ist ein großes Land, mit einer gefestigten
Demokratie, einer starken Wirtschaft sowie religiösen und
politischen Freiheiten. Aber die meisten Flüchtlinge schaffen es
erst gar nicht nach Europa (s. vorheriges Kapitel). In welchem Land
Flüchtlinge Schutz beantragen wollen, hängt tatsächlich von mehreren
Faktoren ab: Vor allem davon, ob es irgendwo schon Verwandte
oder Communities gibt, aber auch, welche Sprachen ein Flüchtling
bereits spricht. Asyl- und sozialrechtliche Regelungen sind nach
Forschungserkenntnissen7 nicht generell entscheidend für die Zielwahl.
Schließlich entscheidet ein Flüchtling oft gar nicht selbst, wo er
oder sie bleibt: Schlepperwege, Polizeiaufgriffe und europäische
Zuständigkeitsregelungen spielen eine Rolle.

Foto Sven Bohl

■■ Haben Sie Mut zur Zivilcourage – ohne sich selbst zu gefährden.
Rufen Sie im Notfall die Polizei. Machen Sie rassistische Vorfälle
öffentlich, sofern der/die Betroffene einverstanden ist (ggf.
anonymisiert). Antidiskriminierungsbüros helfen weiter.
■■ Suchen und vermitteln Sie Kontakt. Begegnungen helfen enorm,
Vorurteile und Berührungsängste abzubauen und das
Sicherheitsgefühl
beider Seiten zu stärken. Organisieren Sie
Kennenlernabende, Filmvorführungen, gemeinsame Diskussionen.
Oft finden sich dann Menschen, die sich für Flüchtlinge
engagieren wollen.
■■ Treten Sie für gute Aufnahmebedingungen ein. Massenunterkünfte,
Arbeitsverbote oder Lebensmittelpakete signalisieren:
„Die gehören nicht zu uns, die tun nichts und liegen uns auf
der Tasche.“ Damit werden Flüchtlinge leicht zur Zielscheibe
von Wut und Frustration. Versuchen Sie, die Verantwortlichen
zu einer Politik der „Integration von Anfang an“ zu
bewegen.
■■ Lassen Sie sich beraten. Wenden Sie sich an die Flüchtlingsräte
der Bundesländer http://gg.gg/fluechtlingsraete oder an die
mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus: http://
gg.gg/beratungsteams.

Veröffentlicht im September 2015
Eine laufend ergänzte und aktualisierte Webversion dieses
Textes finden Sie unter:
www.proasyl.de/de/home/gemeinsam-gegen-rassismus/
fakten-gegen-vorurteile/

Herausgeber:
Förderverein PRO ASYL e.V.
Postfach 160624, 60069 Frankfurt/M.
E-Mail: proasyl@proasyl.de
www.proasyl.de
Amadeu Antonio Stiftung
Linienstraße 139, 10115 Berlin
Tel.: + 49 (0)30 240 886 10
E-Mail: info@amadeu-antonio-stiftung.de
www.amadeu-antonio-stiftung.de
IG Metall Vorstand
FB Gewerkschaftliche Bildungsarbeit
FB Zielgruppenarbeit und Gleichstellung
Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt/M.
E-Mail: igm-migration@igmetall.de
www.igmetall.de

Diese Präsentation ist von David Stern

Veröffentlicht von Sven Bohl

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