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Verlust individueller Freiheit

Verlust individueller Freiheit

Unsere Ökonomie erlebt derzeit eine schwere Glaubwürdigkeits- und Stabilitätskrise seit der Großen Depression. Die Menschen sind verunsicher, sie fürchten sich vor der Zukunft. Mehr als die Hälfte aller Deutschen glauben, dass die soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung grundlegend verändert werden müsse. 40 Prozent sind davon überzeugt, dass es ihnen in einem anderen, stärker vom Staat kontrollierten Wirtschaftssystem persönlich besser oder genauso gut gehen würde. Eventuell kann die Politik ja vollbringen, was die ökonomischen Eliten nicht schaffen. Dass ein Eingreifen der Obrigkeit immer auch mit einem Verlust der individuellen Freiheit einhergeht, ist für viele nicht mal ein Übel. Gute Zeiten für Populisten. Schlechte Zeiten für liberale Gedanken.

Wer sich allzu sehr auf Effizienz und Optimierung konzentriert, der hat schon Verloren. Die richtige Devise lautet: Entdecken geht über Verwerten. Nachhaltiges Wirtschaften, rasiermesserscharfe Alleinstellungsmerkmale und einzigartige Kundennutzung sind der Schlüssel zum Erfolg. Wer sich besonders gut um seine Abnehmer kümmert, dessen Aktionäre werden langfristig überdurchschnittliche Renditen erhalten. Das Gegenteil ist falsch: Wer nur an seine Aktionäre denkt, wird Kunden und Arbeitnehmer kaum überzeugen können, und die Anteilseigner machen ein schlechtes Geschäft.

Foto Sven Bohl

Was notwendig wäre, ist so einfach wie revolutionär: eine neue Führungsmentalität. Kollektive Unzufriedenheit, Rezession, asiatische Billigkonkurrenz und öffentliche Schulden sind die reale Bedrohung. Gerade deshalb brachen wir mutige und inspirierende Lenker in den entscheidenden Positionen. Menschen, die sich mehr Gedanken machen Innovation als über Effizienz und Optimierung. Gefragt sind unangepasste und selbstkritische Entscheider, keine Folien-Grafiker. Diese bekommen wir nur dann, wenn wir Gestaltung in den Mittelpunkt wirtschaftlichen Handels stellen, nicht betriebswirtschaftliche Konventionen. Der Kapitalismus muss sich nicht neu erfinden. Aber er muss anders gelebt werden.

Hoffnung gibt es ausgerechnet im deutschsprachigen Raum. Hier sind seit längerer Zeit erste alternative Ansätze praktischer Universitätsausbildung zu finden. Die Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen, sie bezeichnet selbst als, „Universität zwischen Wirtschaft ,Kultur und Politik“. Geisteswissenschaftliche Studiengänge für eine nachhaltige Wirtschaft die die Ganzheitlichkeit der Produktivität betrachtet. Gewinnmaximierung und Ausbeutung von Mensch und Natur sind nicht das Ziel.

Milton Friedman der Ökonom und Nobelpreisträger prägte einst den legendären Satz „ Die soziale Verantwortung einer Firma besteht darin, ihre Gewinne zu steigern“.

Doch leider überwiegen immer noch die raffgierigen. Profit, Gier und Skrupellosigkeit überwiegen immer noch. Das Schicksal von Menschen, Familien und Ausbeutung ist ihnen egal. Mc Kinsey und Konsorten lösen Probleme, die ihre Kunden ohne sie nicht hätten. Glaubt man den Beratern, der Unternehmensberatung, so ist die Welt ein einziges Minenfeld. Nie zuvor waren Unternehmen so unsicher wie heute angesichts dessen, was in der Welt geschieht , nie waren ihre Geschäfte so komplex, und niemals lagen die Analysten mit ihren Prognosen so oft falsch wie heute. So vermarktet die Roland Berger Management Consultants ihren Report mit dem Titel „ Management in Zeiten zunehmender Volatilität“ . „ Es gibt durchaus Wege, sich auf Unvorhergesehenes vorzubereiten, auch in volatilen Zeiten“. Roland Berger steht natürlich bereit. Wer diese Veröffentlichungen der Branche liest, bekommt den Eindruck, sämtliche Firmen der Republik stünden mit dem Rücken zur Wand. Der Siegeszug der Unternehmensberatung schuf einen Teufelskreis aus strategischem Einheitsbrei und immer neuem Produktivitätsdruck. Firmen die sich nicht unterscheiden, bleibt nichts anderes übrig, als das Bestehende ständig zu optimieren. Dabei lernt man schon im ersten Semester Betriebswirtschaft, „ Differentiate or die“ Sei anders, oder du verschwindest vom Markt. Prozesse und Geschäftsmodell werden immer ähnlicher, Technokraten übernehmen die Kontrolle. Sie kümmern sich um die Frage, was soll als nächstes getan werden. Selten fragen sie, warum soll das getan werden.

Foto Sven Bohl

Die Worte von Martin Luther King lauten aus gutem Grunde „ I have a dream“, nicht „ I have a plan“ Zahlenfixierte Manager haben nur Pläne, Unternehmensberater verkaufen Pläne, Analysten bewährten Pläne. Sie verhindern Fortschritt und vernichten Werte. Risikoaversion, Uniformität, Anpassung und eine intellektuelle Beschränkung auf alles Berechenbare, sind die größten Bedrohungen von langfristigem und nachhaltigem Wachstum. So verraten die Technokraten Manager das marktwirtschaftliche Ethos. Mit ihren Methoden schaden sie Mitarbeitern, Kunden und Aktionären.

Erfolgreiche Unternehmen schaffen Werte für ihre Kunden. Jede Art von Vorteil entsteht immer durch besondere Produkte oder einzigartige Serviceleistungen. Die wichtigsten Angestellten einer Firma sind deshalb produktvernarrte Ingenieure, freundliche und motivierte Service- Mitbarteiter und kreative Marketing- Fachleute, nicht aber Pseudo- Mathematikerin den Chefetagen. Wer Management mit Analysieren gleichsetzt, hat schon verloren. Die Strategien von Mc Kinsey und Konsorten mögen Sicherlich gefährlicher sein, als allein ihnen zu Vertrauen. Der Beraterguru, die absolute Rhetorik der Großstrategen, ist nur Oberflächlich in einer technokratischen Welt. Intuition, Empathie und Vorstellungskraft, so lauten die wahren Garanten des wirtschaftlichen Erfolgs.

200 Mc Kinsey – Absolventen leiten Firmen mit mehr als einer Milliarde Umsatz pro Jahr. Allein die erfolgreichsten fünf sind verantwortlich für mehr als 400 Milliarden Dollar an jährlichen Einnahmen. Sie führen Anfang 2013 den Flugzeughersteller Boeing, den Rohstoffmulti BHP Billiton, den italienischen Ölkonzern Eni, den Mobilfunkanbieter Vodafone sowie die Deutsche Post DHL. Hierzulande sitzen in jedem dritten DAX- Unternehmen ehemalige MC Kinsey – Berater. Zu den prominentesten zählt Post – Chef Frank Appel der oberste Comerzbanker Martin Blessing, Allianz – Finanzvorstand Oliver Bäte und die Europachefin der Telekom, Claudia Nemat.

Die Denkweisen der ehemaligen Berater, Banker und MBA – Studenten prägen Organisationen, Unternehmen und Behörden immer stärker. Der Erfolg der Strategieberater und Business Schools hat zu einer gefährlichen Standardisierung der Managerkaste geführt. Nach oben kommen immer die gleichen Charaktere. Wenn sich die Lebensläufe ähneln, dann tun es auch die Arbeitsweisen. Denn wer durch die gleiche Schule geht, lernt, die Probleme auf die gleiche Weise zu lösen. Die großen Ehemaligen – Vereine sind vor allem Gemeinschaften der geteilten Eigenschaften.

Where to play and how to win“ Beraterbezeichnung: für die strategische Entscheidung, in welchen Märkten ( where ) und auf welche Weise ( how ) eine Firma konkurrieren möchte.

Sven Bohl

Quelle: Benedikt Herles “ Die kaputten Eliten

https://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_Herles

http://www.gruenderszene.de/allgemein/interview-benedikt-herles

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