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BAUERNFÄNGER

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Foto Sven Bohl

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Weltweit werden in der industriellen Agrarwirtschaft vor allem fünfzehn Nahrungspflanzen- meist der gleichen Sorte – angebaut: Reis, Mais, Weizen, Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Tomaten, Soja, Ölpalmen und Kohl. Verknappung von Vielfalt aber ist ein Angriff auf die Zivilisation. Die Verkaufs- Landwirtschaft ist nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg auf eine unheilige Bahn geraten, die die Zerstörung der Erde in Kauf nimmt. Die Ursachen sind die Maschinenindustrie, Finanzwirtschaft und vor allem die Politik, die die Agrarlobby bedient. Bei allen Vorzügen für den Intensivlandbau, wirkt er zerstörerisch auf die Erdkrume, denn die Bodenzusammensetzung wirkt durch künstliche Überdüngung und Agrargifte so verändert, dass nur noch wenige Arten darauf wachsen können.

Die Folge sah man im Jahr 2011 bei Rostock. Dort starben bei einer Massenkarambolage zehn Menschen. Plötzlich aufgewirbeltes Erdreich hat ihnen die Sicht genommen. Insbesondere in Mecklenburg – Vorpommern gibt es Riesige agroindustriell bewirtschaftete Felder ohne Sträucher dazwischen, die bei Wind die Erdabtragungen Stoppen. Solch Erdabtragungen kennt man eigentlich nur aus Riesen Plantagen in den USA, dort tragen Stürme Regelmäßig die Erde der Great Plaines davon. Ausgelaugter Boden kann aber nur über eine Garten – und Kompostwirtschaft wider aufgebaut werden.

Auf biologisch betriebenen Bauernhöfen, die nur organischen Kompost einsetzen und auf Chemiedünger sowie Agrargifte verzichten, enthält die Erde bis zu 80 Prozent mehr Regenwürmer und 50 Prozent mehr Laufkäfer. Sie können eine entsprechend groß Vielzahl von Singvögeln, Fledermäusen und Bienenarten ernähren. Außerdem werden auf Biohöfen viele vergessene Gemüsesorten mit eigenen Aromen und Geschmacksnoten kultiviert. Da die vom Aussterben bedrohten Arten der Erde sich jedoch auf Mager – Habit zurückgezogen haben, unterhalten Biohöfe neben ihr Äckern auch solche Magerwiesen, um die Biodiversität zu erhalten. Ohne die Kleinstlebewesen und Pflanzen auf und im Boden gäbe es keine Erde. Stadt und Land brauchen Brachen sowie Gärten und kleine Bauernhöfe. Nur sie arbeiten mit der Erde nachhaltig zusammen, pflegen den Mutterboden und hegen die Sortenvielfalt, auf die auch die Züchter der Industrie angewiesen sind.

Seit September 2009 wehrt sich ein Zusammenschluss von verschiedenen Bürgerinitiativen gegen eine allen auf „Verwertung“ zielende Agrarpolitik. Diese Initiative, „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ organisiert jedes Jahr im Januar ein Demonstration: „Wir haben es satt“ ist ihr Motto. Letztes Jahr kamen über 22.000 Menschen. Diese Menschen Wissen das unsere Erde ein eigentlich ein dünnhäutiges Wesen ist, in der sich das Leben abspielt.

Der Weltagrarbericht der Weltbank zeigt erneut, dass nur eine gartenmäßig betriebene Kleinlandwirtschaft in der Lage ist, Böden wider aufzubauen. Nur ein Hand betriebene Waldgartenwirtschaft, die pfluglose Agrarwirtschaft kann die Erde heilen.
Diese sogenannte „Agroforestry“ ernährt in den Tropen eine Bauernfamilie von nur ein bis zwei Hektar Land.
Ohne den Schutz der Böden wird es nicht möglich sein, eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren und die Erderwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten und den Verlust der Biodiversität zu stoppen. Die Landpreise steigen überall. Menschen werden vertrieben, wenn ihre Landrechte nicht gesichert sind! Der Bodenatlas 2015 erscheint am 8. Januar 2015. Im „Internationalen Jahr des Bodens“.
Der Bodenatlas ist eine Kooperation von “Le Monde“, der Heinrich Böll Stiftung, dem IASS Potsdam und dem BUND.
Die Demo „Wir haben es satt“ findet am 17. Januar 2015 in Berlin statt.

www.wir-haben-es-satt.de

Sven Bohl

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