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FRAGEN NOCH NICHT BEANTWORTET

FRAGEN NOCH NICHT BEANTWORTET

Nun ist gut eine Woche vergangen, ich glaube meine Vermutung verdichtet sich. In einem Naturschutzgebiet, in Süderlügum, werden unerlaubt Baume gefällt. Der Waldboden wird ramponiert und alle schlagen sich in die Büsche. Insofern noch vorhanden.

Ich hatte dazu Fragen gestellt, diese wurden bis heute nicht beantwortet. Lediglich Herr Bert Lossau, vom Kreis Nordfriesland Fachbereich Umwelt, informierte mich, dass er meine Anfrage an die Forstbehörde Flensburg, Herrn Steenbuck weiterleitete.

Vom Land Schleswig-Holstein oder vom BUND, habe ich noch nichts gehört.

Ist man dort überlastet oder ehr gleichgültig?

Aber das ist anscheinend kein Einzelfall. Die Politik geht mit diesem Thema recht ungenau um. So auch Bundesagrarminister Christian Schmidt. In seinem aktuellen Waldbericht spricht er von der Verbesserung des Waldzustandes. An der Kronenverlichtung, also am zustand einer Baumkrone, lesen die Förster den Zustand des Waldes ab. Diese Ergebnisse werden mit dem Vorjahr verglichen.

Aber ein Vergleich mit dem Vorjahr hinkt gewaltig. Denn der Zustand des Waldes hängt vom Wetter und Klima ab, diese ändern sich in jedem Jahr. Die Umweltorganisation Robin Wood bemangelt dis sei langen. Dem Wald geht es sogar schlechter als 1980, wo Waldsterben in aller Munde wahr. Robin Wood macht dafür vor allem den Klimawandel, die Bewirtschaftung des Waldes und die Landwirtschaft verantwortlich. Diese sind vor allem für den hohen Stickstoff in der Luft verantwortlich, dieser regnet in den Wäldern nieder und versäuert die Böden.

Kein Wunder, das die Politik grundsätzlich dem Wald gute Noten gibt.

Wir dürfen gespannt sein.

Sven Bohl

Deutliche Schäden der Wälder pendeln sich bei 23% ein
+ 13.03.2014 + So sieht es aktuell mit dem deutschen Wald aus: 23% der Bäume in Deutschland sind deutlich geschädigt, das sind 2%-Punkte weniger als letztes Jahr.
http://sonnenseite.kjm4.de/r/74c47d821022ms416.html

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3 comments to FRAGEN NOCH NICHT BEANTWORTET

  • sven

    Seher geehrter Herr Bohl,
    wie Sie sehen hat Herr Lossau Ihr Schreiben an mich zur Beantwortung weitergeleitet. Ich bin in Nordfriesland und Dithmarschen als Vertreter der unteren Forstbehörde tätig.
    Ende Oktober ist besonders der Wald in Nordfriesland und des nördlichen Kreises Schleswig-Flensburg von einem Sturm historischem Ausmaßes geschädigt worden. Allein in Nordfriesland gibt es im Privat- und Kommunalwald etwa 800 flächige Windwürfe, die sich zu einer Fläche von 400-500 ha aufsummieren. Hunderte von Waldbesitzern sind davon betroffen. Dazu kommen die Schäden in den Landes – und Bundesforsten, die ein ähnliches Ausmaß annehmen.
    Wie von Ihnen erwähnt, handelt es sich dabei vorwiegend um Nadelholzbestände. Dabei sind die flachwurzelnden Fichten (Sitka- und Rotfichte) besonders betroffen. Aber auch die zu diesem Zeitpunkt noch belaubte Lärche ist stark betroffen. Tannen – also in Süderlügum vw. Weißtannen – sind vergleichsweise weniger betroffen und haben dort relativ stabile z.T. plenterartig aufgebaute Mischbestände entwickelt. Die Weißtanne hat ein besonders tief gehende Durchwurzelung, sofern es der Boden erlaubt. Auch die aus historischen Gründen weniger vorhandenen älteren Laubholzbestände sind durch den frühen Termin des Sturms betroffen, aber glücklicherweise kaum durch Flächenwürfe, was in der Tat noch einmal die höhere Sturmtoleranz des meisten Laubholzes zeigt – für Pappeln gilt das zum Beispiel nicht.
    Vor den Eigentümern stehen gewaltige Aufgaben, denn riesige Waldflächen müssen aufgearbeitet und wieder aufgeforstet werden. Sollten Sie einige der vielen großen nicht aufgearbeiteten Windwürfe gesehen haben, werden Sie mir zustimmen, dass diese Flächen trotz der nun dort vorhandenen Kronenreste etc. nun schon viel leichter und vor allem ungefährlicher zu betreten sind. In einem riesigen Kraftakt versuchen die betroffenen Eigentümer, die umgefallenen Bäume einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Der nachwachsende Rohstoff Holz ist ein wichtiges, CO² – neutrales, Produkt für diverse Verwendungen. Für viele Eigentümer ist es das erste mal, nach jahrzehntelangem Warten, dass Sie überhaupt auf Ihrem Waldgrundstück etwas ernten können. Das Windwurfholz nicht aufzuarbeiten würden im Übrigen nicht nur einen finanziellen Verlust, sondern wie gesagt auch Gefahren verursachen, nicht nur für Erholungsuchende, sondern auch durch die Möglichkeit, dass sich in diesen Stämmen verschiedene Borkenkäferarten vermehren können, die in der Folge auch verbleibende lebende Bäume befallen könnten.
    Das Aufarbeiten dieser Flächen ist praktisch nur mit Maschinen also den so genannten Vollerntern möglich. Ein händisches Aufarbeiten der Windwurfflächen ist extrem gefährlich und hat in der Vergangenheit zu zahlreichen Todesopfern geführt. Die hohe Leistungsfähigkeit dieser Maschinen ist heutzutage ohnehin besonders im Nadelholz der so genannten motormanuellen Aufarbeitung auch unter normalen Bedingungen weit überlegen. Die Verdichtung der Böden durch diese Maschinen sind in der Tat ein viel diskutiertes Problem. Obgleich die Verlagerung auf mehrere Breitreifen oder tw. auch Bänder bereits eine deutliche Entlastung beim Bodendruck bringen, versuchen die viele Betriebe (dazu gehört auch die Landesforst) das Befahren auf die Rückegassen zu beschränken, wo abgelagerter Schlagabraum den Bodendruck zusätzlich mildert.

    Wie viele andere Waldbestände in den letzten Jahren werden auch diese nun neu wiederaufzuforstenden Wäldern als Mischwald wieder angepflanzt werden. Ich bitte Sie zu berücksichtigen, dass bestimmte Entwicklungen sich im Wald über sehr lange Zeiträume erstrecken.

    Ich hoffe ich konnte ihre Fragen ausreichend beantworten. Spezielle Fragen in Bezug auf den Süderlügumer Wald könnten Sie auch an den Revierförster Herrn Bensemann richten. Ansonsten könnten Sie mich auch wegen weiterer Fragen anrufen. Wenn Sie wollen, könnte ich Ihnen einen kleinen Artikel über die Geschichte des Waldes in NF zusenden, den ich vor kurzem geschrieben habe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dietmar Steenbuck

    Daumen hoch +2

  • Antwort BUND Nordfrisland

    Hallo Sven,

    in der Tat haben unsere nordfriesischen Wälder unter dem Sturm Christian einen enormen Schaden genommen. Besonders hat es Eichen – wegen des noch vorhandenen Laubes – und Nadelbäume – hier besonders die Monokulturen, umgeworfen. Es hat aber auch – besonders im Süderlügumer Forst – im Mischwald stehende Nadelbäume umgeworfen. Über den Winter und auch jetzt noch wird mit Hochdruck an der Beseitigung der umgeworfenen Stämme gearbeitet. Die Äste und Zweige bleiben zum großen Teil als zukünftiger Humus im Wald bzw. werden zu Faschinen für den Küstenschutz gebunden. Besonders auf den Kahlflächen sieht es schlimm aus und es wird Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis die Schäden sich “verwachsen” haben.
    Zu deinen Fragen:
    “Ich frage mich, ob diese Bewirtschaftung in der baumarmen Region Nordfriesland noch zeitgemäß ist?”
    In den staatlichen Forsten wird seit Jahrzehnten bereits Mischwald angebaut bzw die Nadelbaummonokulturen zum Mischwald umgebaut. Die Flächen die jetzt frei geworden sind, sollen alle als Mischwald aufgeforstet werden. In den Privatwäldern herrschen Monokulturen vor, sollen aber auch als Mischwald wider aufgeforstet werden – sonst gibt es keine Förderung. Was nach und nach für die nächsten Jahrzehnte vorgesehen war, wird jetzt beschleunigt stattfinden.

    “Gehört der Wald nur noch der Forstwirtschaft?”
    Zum Teil ja, zum Teil in Privatbesitz

    “Kann es sein das der Wald nicht mehr betretbar ist, gerade bei feuchtem Wetter?”
    Die meisten Wege müssten wieder frei sein und damit wieder betretbar. Besonders in den Windwurfgebieten sind die Wege aber z.T. stark zerfahren und nur schwer begehbar.

    “Hat nicht jeder das Recht auf Wald und Natur?”
    Ja

    Viele Grüße

    Carl-Heinz

    Carl-Heinz Christiansen
    stellv. Landesvorsitzender
    Sprecher BUND-Nordfriesland

    Daumen hoch +1

  • sven

    Sehr geehrter Herr Bohl,

    für Ihre Email vom 09.03.2014 möchte ich Ihnen nochmals danken. Wir haben mittlerweile eine Stellungnahme des zuständigen Revierleiters der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, Herrn Torsten Bensemann, eingeholt, die ich Ihnen im Folgenden zuleiten möchte. Sollten Sie weitere Fragen haben, so können Sie sich gern direkt an Herrn Bensemann wenden.

    Freundliche Grüße

    Dr. Christiane Holländer
    Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft,

    Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein
    V 544
    Mercatorstraße 3
    24106 Kiel
    Telefon: 0431-988-7220
    Fax: 0431-988-615-7220
    E-Mail: christiane.hollaender@melur.landsh.de

    Stellungnahme von Herrn Bensemann, Revierleiter Schleswig-Holsteinische Landesforsten:

    „Sehr geehrter Herr Kaiser,

    ein Teil der Fotos stammt tatsächlich aus der Sturmholzaufarbeitung der Försterei Süderlügum. Genau dort, wo wir uns am 12.12.2013 zusammen mit Herrn Dr. Boller und Herrn Steffen die Sturmflächen am Rande des NSG Süderlügumer Binnendünen angeschaut haben. Die Aufarbeitung der Sturmschäden hat dort, wie überall auf den Flächen der SHLF, nach FSC- und PEFC-Standards stattgefunden.

    Für die Bringung des Holzes aus den angrenzenden Waldflächen mussten wir für ein paar wenige Stämme den zwischen NSG und unseren Waldflächen liegenden Reitweg nutzen. Dieser gehört m. E. nicht mehr zum eigentlichen NSG. Der Einfluss auf diesen Reitweg wurde so gut es ging gering gehalten.

    Es ist nicht ein einziger Baum im NSG Süderlügumer Binnendünen geworfen, geschweige denn gefällt worden. Kann ja auch nicht, denn die Flächen sind ja nahezu baumfrei. Im Zuge von Entkusselungsmaßnahmen entnehmen wir dort in Absprache mit der UNB von Zeit zu Zeit den Aufwuchs.

    Im Zuge der Sturmholzaufarbeitung werden wir nun auch in die angrenzenden Bereiche der NSG Schwansmoor, Schwarze Berge, Kranichmoor und Süderberge kommen. Auch hier lassen wir selbstverständlich ein höchstes Maß an Vorsicht gegenüber dem eigentlichen NSG walten.

    Sollten diesbezüglich weitere Fragen bzw. Klärungsbedarf bestehen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Torsten Bensemann“

    _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

    Schleswig-Holsteinische Landesforsten (AöR)

    Försterei /Jugendwaldheim Süderlügum

    Försterei 4

    25923 Süderlügum

    Daumen hoch +1

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