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Reclamation als Chance

Reclamation als Chance

Maren Müller, die Initiatorin der Online-Petition „raus mit Markus Lanz aus meine Rundfunkgebühr“ hat nun einen offenen Brief an das ZDF und den Fernsehrat geschrieben.

In ihrer Petition, die ich mit gezeichnet habe, ruft sie dazu auf, den Umgang mit Andersdenkenden zu überarbeiten, normale Geflogenheiten einzufordern und Wertschätzung zu leben. Das dies das öffentlich rechtliche Fernsehen zulässt ist insofern bemerkenswert. Sollte doch gerade bei diesem Medium Offenheit, tolerant und Wertschätzung zu Normalität gehören.  Sven Bohl

Reklamation als Chance

Sehr geehrter Herr Dr. Bellut,
sehr geehrter Herr Dr. Himmler,
sehr geehrte Damen und Herren des Fernsehrates,

innerhalb von einer Laufzeit von nur zwei Wochen wurde meine Online-Petition “Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag” von fast einer Viertelmillion Menschen unterstützt.
Darüber hinaus generierte der Aufruf um die 36.000 Facebook-Likes, errang 1.289 Follower beim Kurznachrichtendienst Twitter, führte zu 1759 Kommentarseiten auf der Plattform openPetition
sowie mehreren Hundert Berichten in regionalen wie auch überregionalen Medien.

Mit einer beträchtlichen Anzahl von Mitzeichnenden stand ich in persönlichem Mailkontakt: ein Querschnitt durch alle sozialen Schichten vom Studenten bis zum Rentner, vom Publizisten bis zum Polizisten vom Steuerberater bis zum Kunstschaffenden – alle Alters- und Berufsgruppen waren vertreten. Der Versuch, die UnterzeichnerInnen der Petition als eine “unbedeutende anonyme Gruppe” hinzustellen, die sich klickend und mobbend der Anonymität im Internet bedient, ist damit ebenso vermessen wie obsolet.

Im Marketingstudium lernt man, dass ein einziger Kunde, der sich offen beschwert, 220 potentielle Beschwerdeführer repräsentiert. Jedes ernst zu nehmende Unternehmen beherzigt inzwischen diese Regel und hat das Beschwerdemanagement als Kundenbindungsinstrument etabliert.
Sie können also nach Beherzigung der Regel (1+19)x11=220 bei 233.355 Mitzeichnenden gegen eine qualitativ schwache ZDF-Sendung ungefähr ausrechnen, welches ZuschauerInnenpotential hier mit Nachdruck Veränderungen fordert.
Ein reklamierender Zuschauer bietet die Chance zum Dialog.
Inwieweit die Antwort auf die Beschwerde dem unzufriedenen Zuschauer Grund zur Freude gibt, sei dahingestellt. Fakt ist, dass Publikumsbeziehung erhalten oder sogar vertieft,
Schwachstellen im Programm aufgedeckt und Qualitätsverbesserungen erreicht werden können – sofern der eigene Programmauftrag von den Verantwortlichen ernst genommen wird.

Die Petition als internetbasiertes Beteiligungsinstrument des reklamierenden Publikums ist die effektivste Art, Protest zu bündeln und adressgenau an einen exakt definierten Empfänger zu übermitteln. Diese Art der Beschwerdeführung ist logistisch sinnvoll, kostensparend, öffentlichkeitswirksam und darüber hinaus eine Dienstleistung für den Sender.

Das demonstrative Festhalten an einer offensichtlichen Fehlentwicklung, die nicht erst seit der Petition mediale Beobachtung erfährt, widerspräche dem gesetzlichen Auftrag, der Transparenzpflicht und der Verbraucherlogik. Überdies verstieße ein solches Vorgehen gegen den vom Bundesverfassungsgericht festgestellten Grundsatz, dass Medien keine “Freiheit an sich”, sondern eine dienende Freiheit im Interesse der öffentlichen Meinungs- und Willensbildung inne haben. Diese kann und darf nicht in der Verkürzung von Informations- und Kulturangeboten oder in der sich ausbreitenden Niveaulosigkeit innerhalb der Formate bestehen.

Bevor diverse KritikerInnen der Petition begriffen, dass mitnichten die Person Lanz an einem virtuellen Pranger stand, sondern lediglich als Synonym für die längst überfällige politische Debatte über Qualität und die Strukturen der öffentlich-rechtlichen Sender darstellte, verging eine Zeit der medialen Verlautbarungen über Sinn und Unsinn von Petitionen, vermeintlich ungültige Zeichnungen sowie der müßige und reichlich sinnbefreite Hinweis darauf, doch die Fernbedienung zum Wegschalten zu nutzen.

Kein Mensch auf der Welt hat jemals durch Wegsehen irgendetwas verändert.

Daher werde ich künftig, gemeinsam mit meinen UnterstützerInnen, die Einsetzung von unabhängigen Rundfunkbeauftragten vorantreiben, die als Beschwerde- und Optimierungsinstanzen aktiv an der Verbesserung des von den BeitragszahlerInnen finanzierten Angebotes der Öffentlich-Rechtlichen mitwirken werden.

“Wer mir schmeichelt ist mein Feind, wer mich tadelt mein Lehrer.”
Chinesisches Sprichwort

Mit freundlichen Grüßen

Maren Müller

Alle weiteren Informationen zur Petition erhalten Sie unter diesem Link:

https://www.openpetition.de/petition/online/raus-mit-markus-lanz-aus-meiner-rundfunkgebuehr

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