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Unsere Bäume und der Sturm Christian

Unsere Bäume und der Sturm Christian

(Gastbeitrag von B. Petersen, sylt-galabau.de)

Am 28.10.2013 zog der Sturm „Christian“ über Nordfriesland
hinweg.
Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder abgebrochen.
Solange von Bäumen keine Gefahr für Personen oder Sachanlagen besteht ist
dieses nicht weiter schlimm. Abgesehen davon, dass eventuell die
gestalterische Funktion verloren geht.
Anders sieht es jedoch aus, wenn tatsächlich die Gesundheit von Menschen
oder Autos und Gebäude gefährdet sind.
Glücklicherweise ist die Rechtsprechung bis vor dem BGH soweit, dass für
alle Baumbesitzer auch der § 823 (1) BGB gilt.
Dieser schreibt allen Baumbesitzern, egal ob öffentlich, privat oder
gewerblich, vor, dass sie für Ihre Bäume verkehrssicherungspflichtig
sind.
In der vergangenen Woche habe ich mir viele Sturmschäden ansehen müssen.
90 % hiervon wären bei einer regelmäßigen Kontrolle vor dem Sturm
erkennbar gewesen. Ein Teil dieser Bäume wäre durch fachliche
baumpflegerische Maßnahmen schadlos durch den Sturm gekommen. Der andere
Teil hätte vor dem Sturm fachlich richtig gefällt werden können und
hätte somit keinen Schaden verursacht / keine Gefahr für Personen
dargestellt.
Viele der betroffenen Bäume sind öffentliche Bäume und gehören der
Stadt Niebüll oder den umliegenden Gemeinden.
Warum werden die Bäume hier nicht kontrolliert oder nur sehr unzureichend
kontrolliert?
Als Beispiel möchte ich eine Linde im Stadtgebiet Niebüll nennen, die bei
dem Sturm kurz über dem Boden abgebrochen ist. Direkt unter ihr verlief
eine viel befahrene Fahrrad- und Fußgängerstrecke, die auch von vielen
Schulkindern genutzt wird.
Der Baum hatte eine Astungswunde, welche schon seit Jahren dort gewesen
sein muss. Das tote Holz an dieser Wunde war bereits deutlich weich und
gammelig. Bei einer Baumkontrolle hätte erkannt werden müssen, dass hier
eine Gefahr droht.
Beim Zersägen des Stammes zeigte sich, dass der gesamte Stamm innerlich
bereits weich und angefault war. Das tragende Holz an der Rindenwand war
teilweise nur noch wenige cm dick.

Nach dem Sturm sehe ich noch heute immer wieder Äste in den Baumkronen
hängen, lose gewackelte Bäume, die nicht mehr ausreichend in der Erde
verankert sind, Stammrisse, welche zukünftig eine Gefahr darstellen
können. Das sind alles Gefahren und Merkmale, die bei einer Kontrolle
direkt nach dem Sturm für einen fachlichen Kontrolleur erkennbar sein
müssen.
Die Gefahrstellen müssten eigentlich sofort beseitigt werden.
Wird hier zu leichtfertig mit den Gefahren umgegangen?

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3 comments to Unsere Bäume und der Sturm Christian

  • sven

    Hallo Björn,

    mein Wahrnehmung ist zu nächst ein mal die gleiche. Baumpflege arbeiten finden nicht so oft statt, es sei denn, die Stadt Niebüll kann das Holz verkaufen, dann wird schnell abgeholzt. Bei mir in der Nähe steht seit gut zwei Jahren eine tote Lerche. Was geschah beim Sturm? Die Lerche kippte um wie ein Streichholz.
    Ich glaube das die Stadt reagiert, wenn sie von einer notwendigen Baumpflege erfährt. Selbst bei geschultem Blick und ständiger Kontrolle ist maroder Baumbestand nur schwer zu erkennen. Vor meinem Haus steht eine wunderbare Eiche. Ca. 150-200 Jahre alt, dort hat der Stadtgärtner vor kurzen Baumarbeiten durchgeführt. Es wurden einige Äste entfernt und der Gesundheitsstand des Baumes kontrolliert. Beauftragt wurde der Gärtner von meinem Nachbar. Bei bekannt werden ist die Stadt verpflichtet, solche Maßnahmen durchzuführen.
    Bei dem Sturm brach von der Eiche ein dicker Ast ab.
    Dass dies vor allem an den hohen Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 Kmh lag, wird wohl keiner bestreiten. Dieser Sturm wahr eine herausfordern, gerade für Pflanzen und Tiere. Aber leider müssen wir uns daran gewöhnen. Den diese Katastrophen sind hausgemacht und werden vor allem von uns Menschen verursacht. Die Klimaerwärmung wird uns in der kommenden Zeit immer heftigere Stürme bescheren. Bei Sturm, der im Norden eigentlich normal ist, und das ist das Problem, denken die Menschen wir leben seit Jahrhunderten damit. Das diese immer heftiger ausfallen wird nur am Rande erwähnt. Versagt hat die Stadt, Kreis und Land, bei der vor Warnung auf den Sturm und der Organisation von Sicherheitsmaßnahmen. Es währe besser gewesen Kindereinrichtungen und Schulen nicht zu öffnen.
    Ich wahr an dem Sturm Montag, in Niedersachsen, dort wurden die Kindereinrichtungen auf dem Land erst gar nicht geöffnet.
    Ich Denke hier muss es ein Umdenken geben und die Einschätzung von Stürmen in unserer Region muss überdacht werden, denn Sicherheit gerade bei unseren Kinder geht bedingungslos vor.

    Sven

    Daumen hoch +9

  • Hallo Sven,

    die tote Lärche wäre sicherlich einfach als Gefahr und Handlungsbedarf zu erkennen gewesen.
    Sicherlich reagiert die Stadt auf Hinweise und kümmert sich dann um diese Hinweise wenn tatsächlich Bedarf besteht.
    Dass ein maroder Baumbestand bei regelmäßiger Kontrolle nur schwer erkennbar ist, halte ich nicht richtig.
    Wozu wird Baumkontrolle in den entsprechenden Studiengängen und Fortbildungen intensiv geschult.
    Es gibt so viele Hinweise am Baum, die teilweise ein Gärtnermeister nicht zu deuten weiß.

    Mir stellt sich bezüglich der Eiche die Frage, ob der kontrollierende und ausführende Gärtner wirklich bezüglich der Baumkontrolle und Baumpflege geschult war.
    Oftmals führen Gärtner aus dem Garten- und Landschaftsbau diese Arbeiten aus. Meine berufliche Erfahrung zeigt mir aber seit Jahren, dass diese aber in der Baumpflege nicht annähernd ausreichen qualifiziert sind.
    Für die Ausführung von Baumpflegemaßnahmen schlage ich deshalb nur ausgebildete Baumpfeger, European Treeworker oder Fachagrarwirte Fachrichtung Baumpfege vor.
    Eine Baumkontrolle und Baumbewertung deute ich nur als fachlich richtig wenn sie von einem zertifizierten Baumkontrolleur oder einem entsprechend ausgebildeten Ingenieur/Landschaftsarchitekt durchgeführt wurde.

    Bei dem Umdenken, weil die Klimabedingungen in Zukunft wohl extremer werden, gebe ich dir Recht.
    Aber dieses setzt natürlich auch voraus, dass Kontrollen von Bäumen und Baumpflegemaßnahmen nicht erst durchgeführt werden, wenn es entsprechende Hinweise aus der Bevölkerung gibt, sondern dass diese Kontrollen und erforderliche Maßnahmen mindestens einmal jährlich durchgeführt werden, ganz von alleine und ohne Hinweise aus der Bevölkerung.
    (Übrigens kenne ich eine Straße in Niebüll, wo es in den letzten 3 Jahren schon mehrfach Hinweise zu erforderlichen baumpflegerischen Maßnahmen gegeben hat, aber bis heute noch nichts passiert ist. Hier gab es beim Sturm auch mehrere Schäden an öffentlichen Bäumen.)
    Wären die öffentlichen Bäume in Niebüll regelmäßig kontrolliert worden, wären die Schäden deutlich geringer ausgefallen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Björn Petersen

    Daumen hoch +8

  • sven

    Hallo Björn,

    Du so recht!
    Ich glaube wirklich das die Verantwortlichen der Stadt, mehr Geld für Prestige Objekte ausgeben, anstatt normale Aufgaben zu erledigen. Jeder Bürgermeister braucht halt seinen Leuchtturm oder Flughafen. Niebüll hat dafür öffentliche Luxus WZ, die meisten Parkplätze der Region, lieber Gebäude abreisen als Sanieren und demnächst Luxus Sportanlagen die sein gleiches Suchen, aber für Übungsleiter oder für Personal des Haus der Jugend wird kein Geld ausgegeben.
    Zu den Pflichten der Stadt gehört eben auch, regelmäßige Kontrolle des städtischen Baumbestandes. Diese fallen auch unter die Sicherung des Schulweges. Dies nicht zu tun ist rechtlich sehr bedenklich und fahrlässig.

    Sven Bohl

    Daumen hoch +6

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