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FALSCHE RICHTUNG DER AGRAR-LOBBY

FALSCHE RICHTUNG DER AGRAR-LOBBY

Entwicklungshilfe geht auch so!

Fantasie und Mut zum Experimentieren brauchen Bauern und Bäuerinnen, sie müssen unterstützt werden und ihre Innovationskraft gestärkt werden.

Solange sie weiterhin in die Abhängigkeit von Öl, Gas und monopolistischen kontrollierten Saatgut und teuren Düngern zu treiben, wird der Hunger und die Armut nicht beendet.

Die Ernte steigern um 50-100 Prozent. Die Bauern brauchen bis zu 50 Prozent weniger Wasser und bis zu 90 Prozent weniger Saatgut. Dieses Prinzip steht auch dem Anbau von Zuckerrohr, Weizen und Fingerhirse zu Verfügung.

Foto Sven Bohl

Das Anbauprinzip nennt sich System of Rice Intensification (SRI). Es wurde in den 80 Jahren entwickelt, um in Madagaskar die Produktion von Reis zu erhöhen. Die Setzlinge werden einzeln und nicht wie üblich in Büscheln in den Boden gepflanzt. Bei SRI geht es um mehr als nur um eine Anbaumethode, es geht auch darum, wie man mit den Bauern arbeitet und beinhaltet soziale Aspekte. Am Anfang stand der Wunsch der madagassischen Bauern nach mehr Produktivität und der sozialen Unterdrückung. Diese Dimension macht SRI so besonders.

Das einzelne Auspflanzen von Sorghum, Hirse und Reis macht die Pflanzen widerstandsfähig gegen Trockenheit und Wasserstau. Das Pflanzen in Reihen ermöglicht den Einsatz einfacher Maschinen zur Unkrautbekämpfung und die Ernte mit einfachen Mitteln.

Beispielhaftes aus Indonesien: Durch den Klimawandel drückt der ansteigende Meeresspiegel an Land das Salz an die Oberfläche. Das führt zu einer Versalzung der sonst so fruchtbaren Erde. Reisfelder anzulegen wird fast unmöglich, der Hunger steigt somit an und die Lebensgrundlage vieler Bauern sinkt immer mehr.

Besonders wichtig ist die Beteiligung der Landbevölkerung, die schon immer vom Reisanbau gelebt haben, beim Bau der Saat, Pflege und Ernte der Felder. Der Erfolg sichert wiederum ihr Leben und sie unterstützen andere Familien, auf diese Methode umzusteigen.

Die Politik in Deutschland und der EU und die Lobbyinteressen der Agrarindustrie gehen auf jeden fall in die falsche Richtung, wenn sie ihre alten Wege einfach weiter gehen. Auch das Bundesministerium wirtschaftliche Zusammenarbeit zeigt wenig Bereitschaft, sich vom traditionellen Wachstumsgedanken zu verabschieden.

Foto Sven Bohl

Angesichts der Bedeutung und der Gestaltung der landwirtschaftlichen Praxis muss dringend die Frage gestellt werden, wie Produktionssysteme aussehen müssen, die nicht dazu führen, dass die planetaren Grenzen überschritten werden. Viele Elemente des ökologischen Landbaus, der Agroforstwirtschaft und der Permakultur können tragfähige, lokale angepasste und preiswerte Lösungen bieten.

Eine Studie eines interdisziplinären Teams des Stockholm Resillence Centers kommt zu dem Schluss, dass der Einfluss der menschlichen Aktivitäten seit der Industriellen Revolution so mächtig geworden ist, dass die Selbstregulierungskräfte der Erde außer kraft geraten. Die Forscher gehen weiter davon aus das dies bereits Geschehen ist. Das heißt, Afrika hat beim Klimawandel, Stickstoffkreislauf und Biodiversitäten jetzt schon massiv verloren. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hat die Land- und Forstwirtschaftliche Produktion, ausländischer Konzerne, weil sie am weitesten in das Ökosystem eingreifen und verändern.

Beginnt jetzt kein Umdenken wird Afrika nicht einmal die Hälfte seiner Bevölkerung mit Nahrung und Wasser versorgen können. Die Flucht aus dem Kontinent ist also nur eine Frage der Zeit.

Sven Bohl

Quelle: Verdi Publik, Agrar Koordination,

www.agrarkoordination.de

http://sonnenseite.kjm4.de/r/74c47d819635ms395.html

http://sonnenseite.kjm4.de/r/74c47d819651ms395.html

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