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Beteiligen – um besser zu werden

Beteiligen – um besser zu werden

Worum geht’s hier in diesem Artikel? Alltag und Arbeit durch Demokratie verbessern! Chefs kritisieren – unbedingt erwünscht!

Gestern tickerten wieder die Meldungen: … sexualisierte Gewalt in der Kirche … Katholische Kirche opfert Aufarbeitung … Kampagne „kein Raum für Missbrauch“ … .
Auf allen gesellschaftlichen Ebenen und auf allen Ebenen in pädagogischen Einrichtungen braucht es: Offenheit, das direkte Gespräch und die Austragung von Konflikten. Mit einem Wort „mehr Demokratie“.

Foto: Andreas Schönefeld

Schützen vor sexueller Gewalt sollen in Deutschland „Verfahren der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an strukturellen Entscheidungen in der Einrichtung (gemeint sind die pädagogische Einrichtungen) sowie zu Beschwerdeverfahren in persönlichen Angelegenheiten“. So steht es im Bundeskinderschutzgesetz, das seit dem 1.1.2012 gilt. Einrichtungen, die Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren nicht haben, bekommen keine Betriebserlaubnis. Mehr in meinem Artikel: Partizipation als Schutz vor sexueller Gewalt.

Vorsicht! Dies ist ein wichtiger Ansatz. Er geht aber nicht weit genug und kann schnell für die Opfer zur Falle werden.

Auf der Ebene der Betroffenen und potentiellen Opfer soll es nun Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten geben. Wir wissen aber, wie schwer es Opfern von sexueller Gewalt gemacht wird, sich zu beschweren. Bei wem sollen sie sich beschweren? Bei denen, die weggeschaut haben, die etwas ahnten, die lieber schwiegen? Bei der Leitung, dem Träger, bei einer staatlichen Aufsichtsbehörde? Wie soll das gehen, wenn auf diesen Ebenen Offenheit, das direkte Gespräch, das Austragen von Konflikten nicht viel gilt? Wenn auf diesen Ebenen eher Anpassung und Angst als Demokratie herrscht? Nachher heißt es wohl noch dem Opfer gegenüber, warum hast Du nichts gesagt, Dich nicht beschwert? Du hast Dich auch nicht beteiligt! So bekommt man Schuld zugeschrieben. Nein, alle müssen wach sein und sich einmischen. AKTIVE DEMOKRATIE im ALLTAG und am ARBEITSPLATZ.

Daher muss Partizipation auf allen Ebenen strukturell verbindlich eingeführt werden. Verfahren der Beteiligung und Beschwerdeverfahren müssen Rechte werden für pädagogische Teams, Leitungen, Träger und staatliche Aufsichtsbehörden. Jede Ebene muss beteiligt werden und sich über die anderen beschweren können.

Leider leben wir (noch?) nicht in einer solchen Kultur. Gibt es ein positiv begriffenes deutsches Wort für „beschweren“? Das Wort bedeutet ursprünglich „belasten“, sich beschweren. Kluges Bedeutungswörterbuch spricht von „sich als beschwert, bedrückt darstellen, sich beklagen“. Auch diese Wortbedeutung zeigt deutlich die Falle für die Opfer.

Das Wort „beteiligen“ hilft uns da schon mehr. Es ist aktiv, sich selbst und andere beteiligen. Es ist kommunikativ und kooperativ.
Auch „Kritik“, „konstruktive Kritik“ ist in unserer Gesellschaft nicht wirklich positiv besetzt. Helfen die Worte „verbessern“ oder „entwickeln“?

Im Personalmanagement kennt man Entwicklungsgespräche. Der Chef spricht mit dem Untergebenen über dessen Möglichkeiten. Aber, wann und wo kann der Chef oder das Unternehmen kritisiert und „entwickelt“, also verbessert werden? Dafür gibt es meist nur zarte Ansätze. Die Arbeitswelt ist weitgehend undemokratisch verfasst.

Im Japanischen gibt es das Wort und die Unternehmensphilosophie „Kaizen“. Laut Wikipedia bedeuten „Kai“ Veränderung, Wandel“ und „Zen“ zum Besseren, also „Wandel zum Besseren“. Gemeint ist eine langsame, niemals endende Vervollkommnung in allen Bereichen. In der Managementtheorie und -praxis haben wir hingegen so hölzerne Begriffe wie „Vorschlagswesen“. Die „lernende Organisationen” geht so langsam in die richtige Richtung.

Für das Prinzip der Niemals-endenden-Vervollkommnung bräuchten wir wirklich demokratisch verfasste Verfahren. Gesellschaftliche und pädagogische Einrichtungen aller Art, Unternehmen hätten dann in ihren Qualitätsmanagementsystemen Elemente wie:

1) Unternehmenskultur: offen, demokratisch, kollegial, direktes Gespräch, Konflikte austragen
2) Supervision auf allen Ebenen: Einzel-, Team-, Leitungssupervision
3) Austausch/Reflexion: wären intern, informell unter Fachkollegen möglich, Ort und Zeit dafür vorhanden
4) Entwicklungstage: regelmäßig, Zukunftswerkstatt, Konzeptentwicklung, Kontrolltage, Weiterentwicklung
5) Prinzip der Zusammenarbeit: gemeinsames Lernen, gemeinsames Entwickeln
6) Kreativ-Abteilung: Denkwerkstatt, Leitbild, Visionen, Entwicklung neuer Leistungen, Reflexion gesellschaftlicher Entwicklungen und Diskurse.

Also, beteiligen – um besser zu werden!

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