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Partizipation als Schutz vor sexueller Gewalt

Partizipation als Schutz vor sexueller Gewalt

Das Thema Partizipation bekommt noch einmal eine ganz wichtige und aktuelle Bedeutung durch die in den letzten Jahren öffentlich bekannt gewordene sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in pädagogischen Einrichtungen. Das seit Anfang des Jahres 2012 geltende Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz) führt Partizipation als eine neue Schutzmaßnahme ein. Multiplikatoren bekommen hier Arbeit. Das Gesetz zur Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) erhält einen neuen Paragrafen. Der §8b lautet im Punkt (2) wie folgt:

Träger von Einrichtungen, in denen sich Kinder oder Jugendliche ganztägig oder für einen Teil des Tages aufhalten oder in denen sie Unterkunft erhalten, und die zuständigen Leistungsträger, haben gegenüber dem überörtlichen Träger der Jugendhilfe Anspruch auf Beratung bei der Entwicklung und Anwendung fachlicher Handlungsleitlinien
1. zur Sicherung des Kindeswohls und zum Schutz vor Gewalt sowie
2. zu Verfahren der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an strukturellen Entscheidungen in der Einrichtung sowie zu Beschwerdeverfahren in persönlichen Angelegenheiten.

Anspruch auf Beratung zu Verfahren der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und Beschwerdeverfahren sind hier die Schlüsselworte.

Der neuverfasste §45 der Kinder- und Jugendhilfe zur Erlaubnis für den Betrieb einer Einrichtung formuliert das noch einmal in (2) 3. Die Erteilung einer Erlaubnis erfolgt, wenn:
zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Einrichtung geeignete Verfahren der Beteiligung sowie der Möglichkeit der Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten Anwendung finden.

Neue Formen der Beteiligung und Beschwerdeverfahren könnten zum Beispiel so aussehen, wie sie gerade in einer Kita im Land diskutiert werden. Ein ganz neues Gremium wurde dort entwickelt mit Hilfe von zwei der neuen Multiplikatoren: der „Kita-Kasten-Ausschuss“. In dem zurzeit noch diskutierten Verfassungsentwurf heiß es:

(1) Der Kita-Kasten-Ausschuss ist ein permanenter Ausschuss.
(2) Er behandelt Wünsche, Beschwerden und Sorgen der Kinder. Diese werden in einem „Kita-Kasten“ gesammelt. Jedes Kind kann mit oder ohne Hilfe einer Mitarbeiterin den Kasten mit seinen Wünschen, Beschwerden oder Sorgen füllen. Diese sollen möglichst visualisiert werden. Das Kind kann seinen Namen dazusetzen (lassen) oder auch anonym bleiben, dann trägt die helfende Mitarbeiter/in das Anliegen im Ausschuss vor. Mindestens einmal wöchentlich wird der Kita-Kasten von einer Mitarbeiter/in gesichtet. Der Kita-Kasten-Ausschuss tagt jeden Donnerstag, es sei denn der Kasten ist leer. Der Ausschuss setzt sich aus den interessierten oder betroffenen Kindern und pädagogischen Mitarbeiter/innen zusammen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Zum Thema „Regeln“ heißt es im Verfassungsentwurf:
Die Kinder haben das Recht mitzuentscheiden über die Regeln des Zusammenlebens in der Einrichtung sowie über den jeweiligen Umgang mit Regelverletzungen. Letzteres gilt auch, wenn pädagogische Mitarbeiter/innen einer Regelverletzung bezichtigt werden.

Diese Verfassungsregelungen sind Beschwerdemanagement und Beteiligungskultur zugleich. Hier schließt sich der Kreis. Die Wünsche der Kinder fließen in den Alltag der Kita ein, sie entwickeln die Einrichtung als Ganzes. Das Team, die Leitung, der Träger, die Eltern sind offen dafür. Vielfältige Bildungsprozesse werden in Gang gesetzt. Demokratie wird Praxis. Die Rechte der Kinder werden geschützt und von ihnen als solche wahrgenommen.

Die Rechte der Kinder. Partizipation als Schutz vor sexueller Gewalt. Foto Andreas Schönefeld

Teil 1 des Artikels unter: Multiplikatoren für Partizipation in Kindergärten?
Teil 3: “Bessere pädagogische Einrichtungen durch Partizipation”

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  5. power to the kids – weil es um sie geht!

1 comment to Partizipation als Schutz vor sexueller Gewalt

  • [...] Schützen vor sexueller Gewalt sollen in Deutschland „Verfahren der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an strukturellen Entscheidungen in der Einrichtung (gemeint sind die pädagogische Einrichtungen) sowie zu Beschwerdeverfahren in persönlichen Angelegenheiten“. So steht es im Bundeskinderschutzgesetz, das seit dem 1.1.2012 gilt. Einrichtungen, die Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren nicht haben, bekommen keine Betriebserlaubnis. Mehr in meinem Artikel: Partizipation als Schutz vor sexueller Gewalt. [...]

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