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Fachtagung gut besucht. Aber Beteiligung gesucht. Bildungslandschaften.

Fachtagung gut besucht. Aber Beteiligung gesucht. Bildungslandschaften.

Eigentlich heißt das schleswig-holsteinische Programm, das zur Zeit auch Niebüll als eine von sechs Kommunen fördert, „Beteiligungslandschaften zwischen den Meeren 2.0 – Beteiligungskultur entwickeln!“ doch zur landesweiten Fachtagung am 27. August in Kiel wurde ohne Nennung des Untertitels „Beteiligungskulturen entwickeln!“ eingeladen.

Wo bleibt der Untertitel? Beteiligungskultur entwickeln!, Foto Andreas Schönefeld

Gleich zwei neue Ministerinnen gaben auf dem Anfangspodium Statements ab. Gut 200 Fachleute, Pädagogen, Bürgermeister, Verwaltungsleute, Eltern und ein paar junge Menschen waren gekommen. Einen Vortrag hielt Prof. Dr. Jürgen Oelkers, in drei kleinen Stationen (je 20 Minuten) konnte man zum Schluss sich über einzelne Themen austauschen.

Auf dem Podium wie im Vortrag ging es immer nur am Rande um das Thema Partizipation und Beteiligung (es blieb meist bei der Feststellung, wie wichtig das sei). Zum Schluss in zwei Stationen mit zwei ehemaligen Landesschülervertretern Lennart Beeck und Gunnar Storm ging es dann mal zur Sache (doch die beiden sind jetzt zum Studium aus dem Lande gezogen nach Kopenhagen und Berlin (Schade – viel Erfolg). Beeck: „Beteiligung als Treibstoff von Bildungslandschaften“. Storm: „Es muss jemanden geben, der Kindern und Jugendlichen zum Recht auf Partizipation verhilft“. „Wo gibt es im Land Beteiligungsstrukturen?“ wollte ich in den beiden Runden wissen. Da kam nicht so richtig was. „Bei uns bricht gerade der Jugendausschuss zusammen“. Doch Hoffnung wurde aus Flensburg signalisiert. Die neue, jetzt zum zweiten Mal tagende „Schülerratsversammlung“ wird vom Kinder- und Jugendbüro unterstützt. In einer dritten Station hieß es dann „Raus zu den Bürgerinnen und Bürgern!“ mit der Frage „was sind eigentlich Eure Themen?“ Da waren es zum Beispiel in einer Stadt die Themen: Inklusion und Migranten.

Foto Andreas Schönefeld

In der Einladung zur Tagung wurde erklärt, was eigentlich Bildungslandschaft meint. Da heißt es beim letzten, vierten Punkt: „Mitwirkung Kindern, Jugendlichen und Eltern sowie (Weiter-)Entwicklung von Strukturen und Verfahren zur Verbesserung der Beteiligungskultur“.

In der Tagungsmappe dann die „Weimarer Erklärung“ des Bundesnetzwerkes Kinder- und Jugendbeteiligung (vom 17.3.2012). Dort wird einer bundesweite Expertenanalyse zugestimmt: „Bildungslandschaften sind keine Beteiligungslandschaften“. Es gibt bisher leider nur einige vorbildliche Modelle der Kinder- und Jugendbeteiligung, meist allerdings gilt dies nur als Anhängsel und nicht als Grundprinzip. Das Bundesnetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung benennt daher in seiner Weimarer Erklärung Wege, Umsetzungsmodelle, Konzeptbausteine. Notwendige Voraussetzungen wären:
1. Strukturelle Verankerung: Beteiligung ist gewollt und offiziell beschlossen
2. Kinder und Jugendliche werden befähigt, sich qualifiziert mit Ihrer Expertise einzubringen
3. Erwachsene unterstützen Beteiligungsprozesse kontinuierlich und in angemessener Weise
4. Eine Kultur für demokratische Aushandlungsprozesse entwickelt sich und wird eingeübt

Stichworte von der Ministerin für Bildung und Wissenschaft, Prof. Dr. Waltraud „Wara“ Wende: Beteiligung, Ganztagsschule, Lehrerweiterbildung, Schule der Zukunft.

Wara Wende, Foto Andreas Schönefeld

Die Ministerin Kristin Alheit für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung betonte: Kinder- und Jugendarbeit, Beteiligung und Mitbestimmung, innovative Kitas, chancengerechte Bildung.

Kristin Alheit, Foto Andreas Schönefeld

Jochen Allwörden vom Städteverband Schleswig-Holstein: keine Ratsversammlung, die sich nicht offensiv mit Bildung auseinandersetzt [schön wäre es, Anmerkung des Autors]. Bildung ist für Kommunen ein entscheidender Standortfaktor. Er wünscht mehr Finanzen für Schulsozialarbeit und Krippen.

Jochen von Allwörden, Foto Andreas Schönefeld

Dr. Heike Kahl von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung: Bildung scheint nicht mehr Gedöns zu sein. Bürgermeister nehmen sie wichtig(er). Beteiligung als Herausforderung und als Kooperation zwischen Staat und Zivilgesellschaft.

Heike Kahl, Foto Andreas Schönefeld

Dann legt Prof. Dr. Jürgen Oelkers los, in Buxtehude aufgewachsen, nun Erziehungswissenschaftler an der Züricher Universität: Schulen müssen sich in Richtung Ganztagsschule entwickeln. Bildung ist viel mehr als nur Schule. Kooperationen zwischen Ganztagsschule und Bildungslandschaft ist wichtig. Bildung sollte wie in der Schweiz kommunalisiert werden. Die Kommunen sollten die inneren Schulangelegenheiten in die Hand bekommen. Starke Kommunen, autonome Schulen. Das kommunale Gesamtprogramm lautete dann „kein Kind zurücklassen“. Professor Oelkers baute auch augenzwinkernd Schlenker ein wie: „neun Jahre zum Abitur gibt es nur noch in Deutschland und der Ukraine“. Als gutes Schulbeispiel nannte er die August-Claas-Schule aus Hasewinkel in NRW, die den Deutschen Schulpreis 2012 erhielt.

Jürgen Oelkers, Foto Andreas Schönefeld

Zum Abschuss gab es kurze Berichte aus den Stationen. Die Station „Ohne Moos nix los“ stellte fest: „ohne hauptamtliche Struktur keine Nachhaltigkeit“ und forderte „Ressourcen für eine hauptamtliche Lenkung. Das Land möge den Kommunen Geld geben“.

Ein Dank an die Organisatorin der Veranstaltung Tanja Klockmann von der Serviceagentur ganztägig lernen. Hier auch deren Bericht über die Fachtagung mit Fotos und dem Vortrag Herrn Oelkers als PDF.

Tanja Klockmann, Foto Andreas Schönefeld

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