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Skandal im Aufsichtsrat der Niebüller Stadtwerke

Skandal im Aufsichtsrat der Niebüller Stadtwerke

„Ich habe aus Protest, das mir übertragene Amt niedergelegt“

Carl Christiansen legte aus Protest sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrates der Niebüller Stadtwerke Ende letzten Jahres nieder. Eine entsprechende Erklärung gab er in der Einwohnerfragestunde der Stadtvertretung vom 25.12. ab (Wortlaut siehe unten). In der gestrigen Stadtvertretersitzung machte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen das Thema Stadtwerke zur Chefsache. Die Fraktionsvorsitzende, Gesche Zimmermann, wurde für den Posten nachbenannt und die Erklärung Christiansens kommt ins öffentliche Protokoll der Stadtvertretersitzung.

Die Grünen hatten 2009 den politisch unabhängigen, energiekritischen, äußerst fachkompetenten und allseitig geschätzten Carl (Kuddel) Christiansen als jemanden, der nicht Mitglied einer Niebüller Fraktion ist, in den Aufsichtsrat benannt. Nun wurde dieser, wie zwischen den Zeilen seiner Erklärung zu lesen ist, wohl von Vertretern der E.ON, des fast gleichwertigen Partners (49%), persönlich und ehrverletzend angegriffen. Die kritisch-konstruktive Arbeit des Aufsichtsrates Carl Christiansen passte den Vertretern von E.ON scheinbar nicht. Christiansen: „Ich bin unabhängig und nicht Befehlsempfänger des E.ON-Konzerns“. Zum Schluss der Erklärung spricht Christiansen der Stadtvertretung Niebülls eine Empfehlung aus: „auch einmal über Geschäftspartner nachzudenken“.

Stadtwerke Niebüll in Verbindung mit einem Energiegiganten, Foto Andreas Schönefeld

Gesche Zimmermann betonte in der gestrigen Sitzung der Stadtvertretung das Anliegen der Grünen, den Aufsichtsrat nur mit Mitgliedern zu besetzen, die nicht auch Stadtvertreter sind. Hierbei gäbe es Interessenskonflikte. Die Grünen, so Zimmermann, hätten kein Problem, wenn die Stadtwerke ein rein städtisches Unternehmen wären. Sie bat die anderen Fraktionen, um Besetzung des Aufsichtsrates durch fraktionsunabhängige Kandidaten. Solange dieser Weg nicht geteilt würde, wolle die grüne Fraktion allerdings auch ihren Einfluss im Aufsichtsrat ausüben. Nun wurde es zur Chefsache.

Ein Stadtvertreter sah sich nach den Äußerungen von Frau Zimmermann wohl genötigt, sich zu äußern. Ralf Hoyer, Stadtvertreter für die SPD und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Niebüller Stadtwerke: Es gäbe keine Interessenskonflikte.

Im Wahlprogramm der Grünen steht die Forderung nach 100% Stadtwerke in kommunaler Hand und somit die Trennung von E.ON. Die Grünen fordern auch den Verkauf von 100% reinen Ökostrom durch die Stadtwerke und nicht den Verkauf eines Mixes vom 70% Atom- und Kohlestrom.

Carl Christiansen, Wortlaut der Erklärung in der Einwohnerfragestunde am 15.12.2011:

„Sehr geehrter Herr Bürgervorsteher,
sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben gerade durch den Bürgervorsteher vernommen, dass ich mein Amt als gewählter Vertreter der Stadt Niebüll im Aufsichtsrat der Stadtwerke Niebüll GmbH niedergelegt habe.

Dazu muss ich noch eine kurze Erläuterung abgeben:

Ich habe mein Mandat nicht zurückgegeben, weil ich
- gestohlen, Geld genommen, abgeschrieben, betrogen oder sonst eine Straftat
begangen habe, sondern: Ich habe aus Protest das mir übertragene Amt
niedergelegt.

Ohne – aus verständlichen Gründen – auf Einzelheiten eingehen zu können, bin ich nicht bereit, persönliche und ehrverletzende Angriffe auf mich einfach hinzunehmen.

Dazu möchte ich eine Grundsatzeinstellung von mir in Erinnerung rufen, die ich bereits immer vertreten habe:
Ich bin unabhängig und nicht Befehlsempfänger des E.ON-Konzerns.

Meine Tätigkeit im Aufsichtsrat habe ich immer als Arbeit in einem „Aufsichtsorgan“ angesehen, stets sachlich aber durchaus kritisch-konstruktiv argumentiert und niemals persönliche Polemik verwendet.

Diese Ebene wurde jetzt verlassen – und zwar nicht durch mich.

Die Aufsichtsratstätigkeit, die ich gern und mit sehr viel Engagement betrieben habe, kann ich daher aus den eben erwähnten Gründen nicht mehr wahrnehmen.

Abschließend erlaube ich mir, der Stadtvertretung Niebüll zu empfehlen, auch einmal über Geschäftspartner nachzudenken.“

Richtig lesen und Nachdenken über Kuddel Chr.: Warum müssen nicht die Person oder Personen aus dem Aufsichtsrat weichen, die anscheinend persönlich/ehrverletzende Angriffe als Mittel der Auseinandersetzung wählen? Müssten nicht alle ausscheiden, die andere zu Befehlsempfänger des E.ON-Konzerns machen wollen? Warum wird Kuddel Christiansen nicht verteidigt, falls es stimmt, dass er nicht “gestohlen, Geld genommen, abgeschrieben, betrogen oder sonst eine Straftat begangen” hat? Und wer Kuddel Chr. kennt, wird wissen, dass er eigentlich der Letzte sein sollte, der von den Aufgaben eines Aufsichtsrates entbunden werden sollte. Wo und wie vertreten in diesem Fall der Bürgermeister und die Niebüller Stadtvertreter die Interessen der Stadt im Aufsichtsrat? Gibt es ein Nachdenken über den Geschäftspartner E.ON? Warum meint der Aufsichtsratsvorsitzende, Ralf Hoyer, öffentlich sagen zu müssen, es gäbe keine Interessenskonflikte? Jeder der denken kann, widerspricht dem.
Wäre es nicht die vornehmste Aufgabe eines Aufsichtsratsvorsitzenden, einen Geist zu pflegen, der Offenheit und Kritik zulässt, ehrverletzende Angriffe unterbindet, um wirklich Aufsicht wahrzunehmen? Schon dass wir als Bürger, nichts erfahren dürfen aus dem Aufsichtsrat, zeigt diesen Konflikt. Wann wird verstanden, dass man als gewählter Stadtvertreter alleine dem Wohl des Bürgers und der Stadt Niebüll verpflichtet ist? Wann folgen Taten?

Mit sehr viel Engagement hatte Kuddel Christiansen sein Amt ausgeübt. Er ist richtig fleißig. Er schenkte viel seiner Zeit als Ruheständler dieser Aufgabe. Als ehemalige Bänker kann er Bilanzen lesen und hat einen Riecher für Ungereimtes. Er ist kritisch, sachlich und vor allem aufrichtig. Wie schmerzhaft und gleichzeitig ehrenhaft ist es für ihn, diese Aufgabe, die er als eine kleine Berufung angesehen hatte, aus Protest niederlegen zu müssen. Er spricht ja nicht darüber. Kuddel, Hut ab! Und Dankeschön!

Siehe auch: Brief an Stadtvertreter und Stadtwerke

und Was machen unserer Stadtwerke eigentlich?

Siehe auch: 2012! Den Blick weiten. rüm hart – Klaar kiming .

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3 comments to Skandal im Aufsichtsrat der Niebüller Stadtwerke

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