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Die FDP traut sich was – CO2-Endlager

Die FDP traut sich was - CO2-Endlager

Das Für und Wider von CCS und CO2-Endlager will die Friedrich-Naumann-Stiftung für Freiheit (was für ein Name) diskutieren.

Die trauen sich das einen Tag vor der Behandlung im Bundestag und das hier oben bei uns wehrhaften Nordfriesen.
Wir kämpfen gegen CCS, gegen mehr Kohleverstromung, gegen CO2-Endlager hier bei uns im Norden und nirgends. Siehe Bürgerinitiative Kein CO2-Endlager

Alle Fotos (c): Andreas Schönefeld

FDP Nordfriesland | Friedrich-Naumann-Stiftung für Freiheit: “Die CCS-Technologie – Das Für und Wider

Als Vortragender und Diskutant ist Michael Donnermeyer, Geschäftsführer des IZ Klima auf dem Podium. Das IZ Klima ist eine übergreifende Kommunikationsplattform, die von Alstom Power, EnBW, E.ON, Hitachi Power Europe, RWE Power, Siemens Power Generation und Vattenfall Europe gegründet wurde.
Daneben sitzen Oliver Kumbartzky, MdL für die FDP und Milan Klöwer, Greenpeace Kiel.

Was soll man von dieser Veranstaltung halten? Will die FDP den breiten Konsens und Widerstand gegen CCS und CO2-Endlager in Nordfriesland und im Land Schleswig-Holstein, den sie bisher mittrug, aufkündigen? Warum eröffnet sie die Diskussion neu, wenn sie in der Veranstaltungsankündigung schreibt. “An diesem Thema scheiden sich nicht nur die Geister in der Frage der Energieversorgung für unserer Gesellschaft, sondern auch in der Frage der Bürgerbeteiligung an solchen Großprojekten. Wie gefährlich oder ungefährlich ist diese Technologie? Was sind die Alternativen? Wer soll entscheiden?”

Die FDP will doch nicht im Ernst diese Diskussion wieder eröffnen? Das hatten wir schon. Das ist erledigt. Es ist abgelehnt.
Geschlossener Protest aller Bürger, Gemeinden, Ämte, der Kreise, des Landes, der Bauern, der Kirchen, …, viele Diskussionen, Demonstrationen, breite und intensive Information, Meinungsbildung, die Bürgerinitiative Kein CO2-Endlager vereinigt viele Experten in dieser Sache.

Die FDP meint doch nicht im Ernst, das noch einmal wenden zu können? Das erinnert an die 30jährige Atomdebatte und die Aufkündigung des Konsenses durch die Bundesregierung mit ihrem Beschluss der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Dieser wurde gerade nach Fukushima zurückgenommen. Entsprechend gilt doch wohl, CCS und CO2-Endlager sind in SH nicht durchsetzbar, nicht in Nordfriesland und nicht im Weltnaturerbe Wattenmeer.

Herrn Michael Donnermeyer hätte ich einen Besuch weiter nördlich gewünscht zum Beispiel in Leck in der Nordsee-Akademie, dann hätte er dort auch sein Donnerwetter erlebt. Denn dort verloren schon die RWE, ein Gründungsmitglied des IZ Klimas, einige Schlachten. Meint Herr Donnermeyer uns aufklären zu müssen? Er soll kommen und einfach mal nur zuhören. Das wäre ein erster Schritt im Sinne von “Bürgerbeteiligung”.

Ist das nur eine unüberlegte, unglückliche Veranstaltung? Oder will der Moderator und Forenleiter der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Nordfriesland, Philipp Schulze-Kölln, Bürger mit neuen Duftnoten ködern? Will er den Widerstand unterlaufen und ist es ein subtiles Marketing für die Interessen der Energiegiganten?

Mittwoch, 6. Juli 2011, 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Hattstedt, Kirchenweg 29, 25826 Hattstedt

Am 15.7. berichtete das Nordfriesland-Tageblatt über die Veranstaltung

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15 comments to Die FDP traut sich was – CO2-Endlager

  • Moin,

    ich lade hier mal – stellvertretend für die Friedrich-Naumann-Stiftung – herzlich ein, die Diskussionrunde am heutigen Abend zu besuchen! Womöglich klären sich dann auch manche Missverständnisse auf. Die FDP Nordfriesland hat sich unmissverständlich gegen CCS-Verklappung ausgesprochen und steht in Kontakt mit Berlin. Anders als die kolportierten Zeitungsberichte glauben machen wollen, wird am Veto-Recht nicht gerüttelt!

    Beste Grüße,
    Ruediger Kohls
    Schriftführer und Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des FDP-Kreisverbandes Nordfriesland / fdp-nf.de

    Daumen hoch +1

  • Moin Herr Kohls,
    ich freue mich sehr über Ihren Kommentar und die Einladung – ich selbst werde nicht kommen können, aber kann meinerseits zu einem Bericht von der Veranstaltung einladen.
    Dazu können Sie gern die Funktion “Schick uns Deinen Artikel” oben links nutzen.
    Ich wünsche Ihnen für die Veranstaltung alles Gute
    Olaf Hinrichsen

    Daumen hoch 0

  • Moin Herr Kohls,
    danke für Ihre Klarstellung. Komme heute Abend.
    Andreas Schönefeld

    Daumen hoch +1

  • Anja Eckhoff

    Hallo allerseits,

    ich habe nicht an dieser Veranstaltung teilgenommen. Bin ausreichend informiert um zu behaupten, kein CCS/ CO2 Endlager zu wollen.
    Diese “Irrsinnstecchnologie” sollte niergendwo zum Einsatz kommen. Sie rettet unsere Welt nicht, ist lebensgfährlich, teuer, ineffizient und überflüssig.
    Wir müssen auf ganz andere Dinge bauen, wie z.B. regenerative Energien, Strom schon in jedem Haushalt sparen und Ökostrom beziehen.
    Beste Grüße

    Daumen hoch +7

  • Andreas Schönefeld

    Komme gerade von dieser Geisterdebatte zur Unzeit. Der Veranstalter, Herr Philipp Schulze-Kölln, sagt zur Frage, wo die FDP stehe und ob sie den Konsens verlassen wolle, die Naumann-Stiftung wäre nicht die FDP. Herr Donnermeyer wurde von fast jedem im Saal angegriffen, widerlegt und als Lobbyist nicht ernstgenommen. Keiner sprach sich für CCS-Technologie und CO2-Endlager aus, bis auf den Geschäftsführer der Energiegiganten. Ein Geologe, ehemalig in der Asse beschäftigt, bescheinigte ihm, dies nur politisch durchdrücken zu wollen. Starken Beifall bekam ein Mann, der philosophisch und gesellschaftspolitisch wurde: “Wir müssen an die Krankheiten in uns, an die Wurzeln gehen, wir müssen CO2 vermeiden und aufhören Krankheiten zu produzieren wie der CO2-Produzierer-Club von Herrn Donnermeyer”.

    Daumen hoch +9

  • sven

    Ich wahr bei der Veranstaltung der Naumann Stiftung in Hattstedt. Für mich ist klar die FDP macht Politik, so wie sich der Wind dreht. Beim Thema CCS verschweigt die FDP Partei, die auf Länderebene auch gegen CCS ist, das die Länderklausel Co2 Einlagerungen in den Schleswig- Holsteiner Boden nicht Verhindert. Die Länderklausel ist eine Mogelpackung. Die Länder dürfen einzelne Gebiete oder geologische Formationen nicht grundsätzlich, sondern nur mit stichhaltiger Begründung ausschließen. Zudem muss befürchtet werden, dass außerhalb der 12-See-Meilen-Zone vor der Nordsee, CO2 eingelagert werden kann. Für die Meeresgebiete der 200 Seemeilen breiten Wirtschaftsgebiete sei der Bund zuständig.
    Ich glaube das Thema CO2-Endlager ist noch lange nicht vom Tisch. Dafür wird der Lobbyverein IZ-Klima und die Energiekonzerne schon sorgen.

    Lg Sven

    Daumen hoch +5

  • sven

    Moin,

    Die Grünen und Die Linke im Bundestag, lehnen das unsinnige CCS Gesetz, was voraussichtlich Heute um 17 Uhr im Bundestag Beschlossen werden soll ab. Weil es eben nicht die CO2 Einlagerung verhindert. Das wissen auch die Lobbyisten der Energiekonzerne. Herr Donnermeyer vom IZ-Klima e.V. hat zusammen mit der FDP das Thema CO 2 Speicherung wider auf die Tagesordnung Gesetzt.
    Er ist der Meinung das wir CCS brauche! Zum Klimaschutz! Wer hinter der IZ-Klima steht ist schon Beeindruckend. RWE, Eon, DB, Alstrom, Tyssen Krupp u.s.w. Das sind die Konzerne die Unmittelbare von der Kohleverstromung leben oder vorrangig Kohlestrom bezeihen, wie die Deutsche Bahn. Ab 2113 muss für CO2 Ausstoß Zertifikate gekauft werden. Das macht den Kohlestrom teuer. Also will man auf Kosten der Allgemeinheit Geld einsparen. Und das CO2 vor unserer Haustür in der Nordsee einlagern. Wir brauchen kein CCS und keine neuen Kohlekraftwerke. Erneuerbare Energie ist die Zukunft.
    Wer hinter der IZ- Klima steht ist schon Beeindruckend. RWE, Eon, DB, Alstrom, Tyssen Krupp u.s.w. Herr Donnemeyer hat zugegeben, das IZ- Klima Infomaterial über CCS kostenlos an Schulen geschickt zu haben. Ohne auf die Gefahren für Trinkwasser einzugehen. Ohne darauf hin zu weisen das CCS mehr Kohle und Energie verbraucht. Ohne darauf hin zu weisen, dass die Kohle zu 80% aus dem Ausland z. B. aus Kolumbien geliefert wird. Dort gibt es keinen Arbeitsschutz keine Sicherheitsbestimmungen und die Entlohnung der Arbeiter ist so schlecht das Sie sich keine angemessene medizinische Versorgung leisten können. Wider RWE und die Energiekonzerne, die schon durch die unsichere Atomtechnologie, Milliarden in ihre eigenen Taschen gesteckt haben. Das sind die Konzerne, die unmittelbar von der Kohleverstromung leben, oder vorrangig Kohlestrom bezeihen wie die Deutsche Bahn. Ab 2113 muss für CO2 Ausstoß Zertifikate gekauft werden. Das macht den Kohlestrom teuer. Also will man auf Kosten der Allgemeinheit Geld einsparen. Und das CO2 vor unserer Haustür in der Nordsee einlagern. Der Lobbyverein IZ-Klima möchte einen heißen Herbst? Wir brauchen kein CCS und keine neuen Kohlekraftwerke. Erneuerbare Energie ist die Zukunft!

    Sven Bohl

    Daumen hoch +6

  • sven

    Es geht auch anders!

    Quelle Campact.

    (30 Stadtwerke in 100% Bürgerhand ohne beteiligung von den 4 Energiekonzernen)

    geschafft: Die Stadtwerke verzichten darauf, in Krefeld ein klimaschädliches und unflexibles Kohlekraftwerk zu bauen! Nach der gestrigen Gesellschafterversammlung verkündete das Trianel-Konsortium aus rund 30 Stadtwerken offiziell, auf ein hocheffizientes Gaskraftwerk umzusteigen. Statt schmutzigen Kohlestrom zu produzieren, wollen die kommunalen Unternehmen aus der ganzen Bundesrepublik nun lieber den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit einem hocheffizienten und flexiblen Gaskraftwerk ergänzen.

    Möglich wurde der Erfolg durch Aktivitäten eines breiten Bündnisses: Vom Bürgerentscheid der Initiative Kontra-Kohlekraft Dachau über Protest-Aktionen von Greenpeace in Aachen und Herzogenrath bis zu den über 11.000 Postkarten von Campact-Aktiven – um nur einige Beispiele zu nennen. Zuletzt bauten wir mit lokalen Bürgerinitiativen vor dem Treffen der Stadtwerke – ausgerechnet an der Kohlekraftwerks-Baustelle in Lünen – unseren fünf Meter hohen Kohlosaurus auf. Mit dem Kohleungetüm forderten wir, das Geld der Bürger/innen in die Energiewende statt in die Klimakatastrophe zu investieren.

    Lesen Sie den Blogbeitrag zur Aktion…

    Schon kurz vor der offiziellen Absage kam der Erfolg auf Raten: Immer mehr kommunale Unternehmen zogen sich aus der Kohleplanung zurück. Allein in den letzten Wochen machten die Stadtwerke in Fulda, Flensburg, Soest und Osnabrück ihren Rückzug öffentlich, als wir die Unterschriften von Campact-Aktiven überreichen wollten. Ohne Ihren Beitrag wäre dieser tolle Erfolg nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank für Ihr Engagement für den Klimaschutz!

    Auch künftig wollen wir genau verfolgen, an welchen Stellen die Energiewende hängt – und unseren Beitrag dazu leisten, dass Erneuerbaren Energien die Zukunft gehört. Doch diese kontinuierliche Arbeit kostet Geld. Können Sie uns mit einem regelmäßigen Beitrag unterstützen, dass wir mit unseren Kampagnen für die Energiewende aktiv werden können?

    Werden Sie Campact-Förderer/in…

    Mit herzlichen Grüßen
    Ferdinand Dürr

    Daumen hoch +7

  • [...] Die FDP traut sich was – CO2-Endlager » Donnermeyers [...]

    Daumen hoch +3

  • sven

    Sehr geehrter Herr Bohl,

    Vielen Dank für Ihre Mitteilung, wir teilen in dieser Frage Ihre Bedenken.
    Die Grüne Fraktion hat geschlossen gegen das Gesetz der Bundesregierung gestimmt und dafür gibt es gute Gründe: Mögliche Risiken wie etwa eine Grundwasserverunreinigung, Bergschäden oder der CO2-Austritt aus undichten Gesteinsschichten werden im Gesetz nur ungenügend berücksichtigt. All das ficht die schwarz-gelbe Regierung nicht an. Sie will, nachdem sie sich in der Atompolitik dem Druck der Menschen beugen musste, nun wohl unbedingt Handlungsfähigkeit zeigen.

    Anders ist der Versuch nicht zu werten, der Kritik der Menschen vor Ort und vieler Bundesländer durch einen faulen Kompromiss entgegen gekommen zu sein. So hat schwarz-gelb bei der umstrittenen Frage, ob die Länder CCS auf ihrem Gebiet verbieten können (Länderklausel), eine allgemeine Formulierung gewählt, die nichts klärt. Das ist keine seriöse Gesetzgebung. Es ist eine Lösung à la Merkel: Am Ende werden Gerichte entscheiden müssen, ob Länder CCS auf ihrem Gebiet komplett ausschließen können.

    Aber wir Grüne sind überzeugt, dass angemessene Reaktionen auf den heute schon deutlichen Klimawandel notwendig sind, um die Lebensgrundlagen künftiger Generationen zu sichern. Die Erneuerbaren Energien sind die bessere und kostengünstigere Alternative für Stromerzeugung. Die Bundesregierung redet zwar vom Ausbau der Erneuerbaren Energien, doch wenn es konkret wird, setzt sie wie schon bei der Fehlentscheidung der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke auch jetzt bei CCS auf zentrale Großkraftwerke und damit auf die überkommene und ineffiziente Technologie der großen Energiekonzerne.

    Dabei ist längst klar, dass CCS überhaupt keine Antwort auf die drängende Frage nach einer zukunftsfähigen Energieversorgung ist. Das CCS-Gesetz der Bundesregierung ist ein unhaltbares Zukunftsversprechen für eine klimafreundliche Kohleverstromung gegen den Willen vieler Menschen im Land. Statt Millionen öffentliche Gelder in die CCS-Technologie zu stecken benötigen wir das Geld viel dringender für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, für mehr Energieeffizienz und für neue Netze und Speicher.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Abgeordnetenbüro Sylvia Kotting-Uhl MdB

    Daumen hoch +8

  • sven

    Sehr geehrte Familie Bohl,

    wie Sie hat die Fraktion DIE LINKE grundsätzliche Bedenken gegen die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid. Sie hat deshalb einen Gesetzentwurf (BT-Drs. 17/5232) eingebracht, nach dem die Speicherung entsprechend Artikel 4 Abs. 1 der EU-CCS-Richtlinie für das Territorium der Bundesrepublik verboten werden soll. Die Nutzung der Klausel würde Bürgerinnen und Bürger in ihren Grundrechten auf Leben und Gesundheit sowie Eigentum schützen. Zugleich könnte die Bundesrepublik den Weg in eine zukunftsfähige Energieversorgung einschlagen, ohne nachfolgenden Generationen schwerwiegende Erblasten zu hinterlassen.

    Für mich wie für die LINKE im Bundestag ist CCS eine Sackgasse, ein teurer und gefährlicher Irrweg. Dafür gibt es viele Gründe. So ist bis heute die Langzeitsicherheit der Verpressung nicht nachgewiesen. CCS würde die klimapolitisch bedenkliche Kohleverstromung verlängern. Ihre klimapolitischen Ziele kann die Bundesrepublik aber, wie die Bundesregierung jetzt auf eine parlamentarische Anfrage hin bestätigte, auch ohne CCS erreichen.

    Die Gelder und Forschungsmittel, die für CCS vorgesehen sind, würden fehlen, um den Ausbau erneuerbarer Energien und die nötige Energiewende voranzubringen. Auch das Argument, CCS würde für kaum vermeidbare Prozessemissionen der Industrie benötigt, trägt nicht. Ohne Infrastruktur der Kohle-CCS wird es kein Industrie-CCS geben. Wegen der Prozessemissionen allein wird niemand ein spezielles Pipeline- und Speichersystem aufbauen.

    Ich habe mich im meinem Wahlkreis Barnim II/Märkisch-Oderland, in dem CCS-Projekte geplant sind, von Anfang an gegen die Einlagerung ausgesprochen und die Bürgerinitiativen vor Ort unterstützt. Ich lehne – wie die Fraktion DIE LINKE – das CCS-Gesetz der Bundesregierung (BT-Drs. 17/5750) ab und habe am Donnerstag im Bundestag entsprechend votiert.

    Leider wurde bereits am Mittwoch im Umweltausschuss das CCS-Verbotsgesetz der LINKEN mit den Stimmen der Koalition und der SPD, bei Enthaltung der Grünen und gegen die Stimmen der LINKEN abgelehnt. Demgegenüber wurde der Gesetzentwurf der Bundesregierung mit kleinen redaktionellen Änderungen angenommen – mit den Stimmen der Koalitionsmehrheit und gegen die gesamte Opposition. Über das Gesetz wurde im Plenum des Bundestages namentlich abgestimmt. Ich kann Ihnen nur empfehlen, das Abstimmungsverhalten ihrer Abgeordneten im Wahlkreis zu prüfen. In der Anlage übersende ich Ihnen die Ergebnisse der namentlichen Abstimmungen vom Donnerstagabend.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Dagmar Enkelmann

    Daumen hoch +9

  • sven

    Die namentliche Abstimmung im Bundestag zum CCS- Gesetz.
    CDU/CSU Faktion: 220 Ja
    2 Nein
    15 nicht abgegebene Stimmen.

    SPD Fraktion; 1 Ja
    134 Nein
    11 nicht abgegeben.

    FDP Fraktion: 86 Ja
    2 Nein
    5 nicht abgegeben.

    Die Linke : 0 Ja
    64 Nein
    12 nicht abgegeben.

    Bündnis 90 die 0 Ja
    Grünen 64 Nein
    4 nicht abgegeben.

    306 Ja-Stimmen, 266 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung, 47 AbgeordnetInnen blieben der Abstimmung fern.
    www bundestag.de

    Dazu schrieb mir die Bundestagsabgeordnete Ingrid Nestle.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    bei der Abstimmung über das CCS-Gesetz hat sich letzte Woche im Bundestag die schwarz-gelbe Mehrheit durchgesetzt. Wir Grünen haben geschlossen gegen das CCS-Gesetz gestimmt.

    Bei der Debatte im Bundestag hat sich einmal mehr gezeigt, wie doppelzüngig schwarz-gelb in Sachen CCS agiert: Während die schleswig-holsteinische Landesregierung ihren Erfolg und die errungene Länderklausel rühmt, legen die Bundespolitiker größten Wert darauf zu betonen, dass es diese generelle Ausschlussklausel für ganze Bundesländer eben nicht gibt. Das gilt für das Bundeswirtschaftsministerium genauso wie für Abgeordnete der Union. Zum Beispiel erklärte Herr Koeppen von der CDU im Plenum: “Es ist ein Märchen, dass die Länderklausel ein Vetorecht darstellt.” Dr. Georg Nüßlein, Wirtschaftspolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe: “Es muss abgewogene Kriterien geben, die einen Gebietsausschluss zulassen. Diese Kriterien müssen fachlich und gerichtlich überprüfbar sein, um bestimmte Gebiete wegen geologischer Besonderheiten, wegen Nutzungskonkurrenzen und wegen anderer öffentlicher Interessen auszuschließen. Man kann das eben nicht nach Gutdünken irgendwelcher Ministerpräsidenten handhaben. Das formuliere ich so klar an die Adresse derjenigen, die das anders sehen.” Am gleichen Tag kündigte Herr de Jager in der Süddeutschen Zeitung an, er werde gleich nach der Sommerpause ein Vetogesetz für das ganze Land Schleswig-Holstein einbringen. Die Landespolitiker werden es nicht müde, das angebliche Vetorecht als großen Erfolg zu verkaufen.

    Doch auch die Linke handelt heuchlerisch: In der Opposition im Bundestag war sie komplett gegen CCS und in Regierungsverantwortung in Brandenburg der größte Befürworter von CCS. Das ist unglaubwürdig und populistisch.

    Wie geht es weiter: Das CCS-Gesetz kommt in den Bundesrat. Dort wird es am 23. September abschließend beraten. Die Bundesländer mit grüner Regierungsbeteiligung werden nun im Bundesrat versuchen, das Gesetz der Bundesregierung zu stoppen. Je nachdem, wie die Stimmenverhältnisse sich im Bundesrat in den kommenden Wochen zusammensetzen werden, wird der Vermittlungsausschuss angerufen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ingrid Nestle

    Daumen hoch +6

  • sven

    Dreckige Kohle aus dem Klimafonds
    + 17.07.2011 + Schwarz-Gelb will jährlich 5 Prozent des Klimafonds zur Subventionierung für fossile Kraftwerksneubaten Kraftwerke ausgeben – darunter auch Kohlekraftwerk.
    http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=74c47d812579ms270

    Daumen hoch +4

  • Hier gibt es noch mehr Beiträge zum Thema CCS / CO2-Endlager:

    http://www.stoppt-das-co2-endlager.de.vu/

    https://www.facebook.com/pages/STOPPT-DAS-CO2-ENDLAGER/198014233574199

    Hier gibt es so gut wie alle TV, Radio und Pressebeiträge zum Thema.

    Daumen hoch +2

  • [...] Siehe auch Debatte auf diesem Blog unter “Die FDP traut sich was“. [...]

    Daumen hoch 0

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